Was ist “creative commons”

Freitag, 18. September 2009, 20:22 Uhr

creative commons

John Weitzmann von Creative Commons Deutschland hat gestern in einem interessanten Interview im Deutschlandradio Kultur über neue Wege im Urheberrecht gesprochen.  Als gemeinnützige Organisation, die versucht, alternative Lizenzmodelle für Künstler zu entwickeln,  gibt es Creative Commons seit 2002.

Hier das Interview im Wortlaut:


7hügel – Sommer

Mittwoch, 29. Juli 2009, 12:57 Uhr

7huegel-Microhouse/Foto:minimlwork

7huegel im Sommer/Foto:minimlwork


Bielefelder Kunstverein: Micro House

Donnerstag, 11. Juni 2009, 17:39 Uhr

Ausstellungsplakat/Remix:minimlwork

“Micro Houses nisten sich in vorhandene Architekturen ein, sie nutzen Zwischenräume, docken sich an größere Bauwerke an oder aber machen sich völlig selbständig. Häufig sind diese Lebenszellen nach den neuesten ökologischen Richtlinien gefertigt und übertreffen die bestehenden Standards mit innovativen Konzepten. Somit ermöglichen Micro Houses nicht nur der und dem Einzelnen den Traum vom günstigen Erst- oder Zweithaus, sondern repräsentieren auch neue Formen des Landhauses sowie des sozialen und ökologischen Wohnungs- und Städtebaus … Die Ausstellung im Bielefelder Kunstverein versammelt eine Auswahl verschiedener Architekturprojekte, die das Spektrum und die vielfältigen Ansätze auf dem Gebiet der Micro House-Architektur beispielhaft repräsentieren” (Ausstellungskatalog).

Mehr zur Ausstellung auf der Website des Bielefelder Kunstvereins. Podcast zur Ausstellung auf WDR 3 vom 02.06.09 hier.minimlwork_1009/wordpress


Heidelberger Appell, Urheberrecht und Open Access

Donnerstag, 30. April 2009, 10:01 Uhr

Seit einigen Wochen sorgt der sog. Heidelberger Appell “Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte”, der von dem Philologen Roland Reuß verfasst worden ist, für wachsenden Diskussionsstoff. Obwohl die Argumentation des Appells nach Auffassung des Urheberrechtsexperten Matthias Spielkamp “haarsträubend, voller Fehler und gefährlich” ist (vgl. hier), ist der Text inzwischen von mehr als 1.500 Personen (unter ihnen so bekannte Namen wie der ZEIT-Herausgeber Michael Naumann, Verleger des Hanser Verlags Michael Krüger oder Bestseller-Autor Daniel Kehlmann) unterzeichnet worden.

Worum es im Heidelberger Appell genau geht und wo seine Gefahr liegt, was “Open Access” bedeutet und warum dies mit der Google Buchsuche nichts zu tun hat – darum geht es in dem Interview, das das Literatur-Café mit Matthias Spielkamp, Experte in Fragen des Urheberrechts in der digitalen Welt und Gründer der Website iRights.info, geführt und als Podcast-Sonderfolge veröffentlicht hat.

Hier das Interview als mp3:

Inzwischen hat auch das Aktionsbündnis “Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft”, das 2004 im Zusammenhang mit der Novellierung der Urheberrechtsgesetzgebung in Deutschland gegründet worden ist, in einer Erklärung kritisch zum Heidelberger Appell Stellung genommen. Hier die Erklärung im Wortlaut. Ebenfalls lesenswert: der Artikel von Matthias Spielkamp und Florian Cramer über Open Access und den Heidelberger Appell in der FR v. 20.04.09 sowie der Beitrag von Fritz Effenberger auf telepolis v. 28.04.09.


Das Webprojekt “Fragen zur Kunst”

Dienstag, 28. April 2009, 11:56 Uhr

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=pmP7iAzsYDM&feature=PlayList&p=61494C3806231096&index=0&playnext=1[/flash]

fragen-zur-kunst.de ist eine interaktive, datenbankbasierte Website, die im Rahmen der letzten documenta 12 von Lehrenden und Studierenden der Kunsthochschule Kassel erarbeitet worden ist. Das Projekt umfasst insgesamt fast 700 kurze Video-Antworten von mehr als 100 Menschen auf 250 Fragen, die sich um Gegenwartskunst im Allgemeinen und die documenta 12 im Speziellen drehen. Die Interview-Partner stammen dabei aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen: Künstler, Musiker, Schüler, Kuratoren, Kunstwissenschaftler, Journalisten, Kunstkritiker, Galeristen, Museumsleute, Soziologen. Unbekannte mischen sich mit prominenten Gesichtern: zwischen Vito Acconci und Juli Zeh tummeln sich Namen wie Bazon Brock, Roger M. Buergel, Wulf Herzogenrath, Bernhard Hoecker, Jan Hoet, DJ Spooky oder Markus Vater. Die User können zudem kleine Sammlungen ausgewählter Clips anlegen, die eigene Erkundungswege abbilden und die mit Statements kommentiert werden können.

Obwohl die Website nicht mehr ganz neu ist (seit Juni 2007 ist sie online), lohnt sich ein Söbern auf der Seite auf jeden Fall. Ein Klick auf den Menüpunkt “Sitemap” erleichtert dabei vielleicht etwas die Orientierung: hier hat man dann die Wahl zwischen den Bereichen “Menschen”, “Fragen” und “Themen”.


Silke Krah: “Here is my mind” (2007)

Montag, 20. April 2009, 19:51 Uhr

Silke Krah

Silke Krah

Gesehen bei rebel:art (dort auch noch mehr Arbeiten). Und demnächst mehr hier.


Der große Preis

Montag, 16. März 2009, 16:25 Uhr

Buchcover: Isabelle Graw, Der große Preis

Isabelle Graw, Kunstkritikerin und Mitherausgeberin der Zeitschrift ‘Texte zur Kunst‘, hat ein lesenswertes Buch über die Entwicklung und den Wandel des modernen Kunstsystems geschrieben. Die zentrale These des Buches lautet, dass die Gegenwartskunst in den letzten Jahrzehnten durch einen schleichenden Strukturwandel immer stärker von der ökonomischen Logik des Marktes durchdrungen worden ist. Galt der Markterfolg in der Welt der Kunst bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein noch eher als anrüchig, ist er heute “zum Gradmesser künstlerischer Qualität”, zum “Maß aller Dinge aufgestiegen” (58). Ob ein Kunstwerk als künstlerisch relevant erachtet und bewertet wird, hängt heute vor allem von seinem Marktwert ab (26).  Die Studie zielt darauf, so Graw,  diesen “Siegeszug des Markterfolgs … als empirischen Sachverhalt dingfest zu machen” (11).

Auf institutioneller Ebene drückt sich die Ökonomisierung des Kunstsystems Graw zufolge in einem Wandel des vormalig einzelhändlerisch organisierten Kunstbetriebs zu einer “Visualität und Bedeutung produzierenden Kulturindustrie” aus, die von korporativen Unternehmenszusammenschlüssen und der Celebrity-Logik dominiert wird (153).

Auch wenn die Kunstwelt derzeit im Bann des Markterfolgs steht, heißt das Graw zufolge jedoch nicht, dass künstlerische Qualität ausschließlich vom Marktwert bestimmt wird: der “Marktwert ist immer noch – und das ist die Pointe meiner Überlegungen – auf einen ‘Symbolwert’ angewiesen, der ihn letztlich legitimiert” (26). Die Eigentümlichkeit des Symbolwerts besteht darin, dass er  nicht nahtlos in ökonomische Kategorien übersetzbar ist und von sog. “Konsekrationsinstanzen” produziert wird. Als solche Instanzen fungieren im Kunstmilieu die Kritik, die Kunstgeschichte und das Museum (58). Sie verleihen künstlerischen Arbeiten die symbolische Bedeutung, ohne die es laut Graw keinen Marktwert gibt.

Während Bourdieu in seiner Feldtheorie, an der sich Graw (neben vielen anderen Theorieansätzen) manchmal orientiert, davon ausgeht, dass das künstlerische Feld als “relativ autonom” aufzufassen sei, schlägt Graw vor, es als “relativ heteronom” zu begreifen. In letzter Konsequenz läuft das, so Graw, “auf einen Bruch mit dem soziologischen Postulat der funktionalen Ausdifferenzierung sozialer Systeme hinaus. Denn an die Stelle von Ausdifferenzierung ist nun eine relative Entdifferenzierung getreten” (152/53). Ob es sich bei den Phänomenen, die Graw im Auge hat, tatsächlich um eine “relative Entdifferenzierung” von Kunst und Ökonomie handelt, wäre noch die Frage. Es könnte ja auch sein, dass es sich dabei – wie Systemtheoretiker vielleicht sagen würden – um den Einbau eines kunstfremden Kriteriums in die Kunst bei voller Aufrechterhaltung der operativen Autonomie des Systems handelt.

Zum Buch von Graw vgl. auch die Beiträge von Rauterberg, Keuschnig, Kaube.

Audio-Podcast zum Buch, SWR 2 – Literatur vom 21.01.09 hier:


Podcast zur Kulturflatrate

Freitag, 27. Februar 2009, 18:06 Uhr

Ein sehr interessantes Gespräch zwischen dem Medienforscher Volker Grassmuck und dem Betreiber von netzpolitik.org Markus Beckedahl gibt es jetzt als Podcast.

„Kaum ein Thema ist derzeit umstrittener als die Kulturflatrate. Die einen sehen es als die einzig machbare Alternative, um das Wettrüsten im Kampf um das Urheberrecht durch Risikotechnologien wie Netzfilter und DRM zu beenden und die Offenheit des Internets zu erhalten. Für die anderen ist es eine Zwangsabgabe und/oder die Einführung des Kommunismus. Dabei gibt es viele Vorurteile und Missverständnisse, was die Kulturflatrate sein soll“ (netzpolitik.org).

Hier das Gespräch als mp3:


Die Lebenswelt der „digital natives“

Mittwoch, 11. Februar 2009, 18:14 Uhr

Generation Internet

“John Palfrey und Urs Gasser vom Berkman Center for Internet & Society interessieren sich in erster Linie für diejenigen Menschen, die nach 1980 und damit ‘direkt in das digitale Zeitalter hineingeboren’ wurden. Ihrer Meinung nach haben die Angehörigen dieser ‘Generation Internet’ allerdings Sitten und Gebräuche entwickelt, die sie von ihren Mitmenschen grundlegend unterscheiden. ‘Diese Kids sind anders’, behaupten die beiden Autoren im Vorwort ihres Buches, und zwar so ‘anders’, dass man sie mit dem Vokabular der Ethnologie beschreiben muss: als ‘digital natives’, als einheimische Bevölkerung eines fremden, fernen Landes namens Internet” (breitband-online.de).

Hier ein Gespräch mit Kolja Mensing aus der Sendung “Breitband” (Deutschlandradio Kultur):


‚Elektrischer Reporter’: Urheberrecht im Web

Mittwoch, 4. Februar 2009, 11:23 Uhr

Elektrischer Reporter

In zwei Beiträgen hat sich der Elektrische Reporter Mario Sixtus mit Fragen und Problemen des Urheberrechts im Internet beschäftigt. Im ersten Beitrag geht es vor allem um den Konflikt zwischen anachronistischem Urheberrecht und den Kulturtechniken, die sich im Web 2.0 herausgebildet haben. Im zweiten Beitrag vor allem um die Frage, wie das Lizenzsystem ‚Creative Commons’ funktioniert.

Der Elektrische Reporter ist ein Video-Podcast, der seit September 2006 von dem Journalisten Mario Sixtus produziert wird. 2007 ist der El Rep mit dem Grimme Online Award in der Kategorie Wissen und Bildung ausgezeichnet worden, seit November 2008 werden die Beiträge auch im ZDF-Infokanal gezeigt.

Hier gibt’s Folge 1 zu sehen und zu hören, hier Folge 2.